Explorers Way - Mit dem Camper von Adelaide bis Darwin
Australien

Die Route Explorers Way - Mit dem Camper von Adelaide bis Darwin im Überblick
Der Explorers Way zählt zu den beeindruckendsten Roadtrips Australiens und führt mit dem Camper quer durch das Herz des Kontinents. Von Adelaide bis in den tropischen Norden nach Darwin. Auf rund 4.000 Kilometern erleben Reisende die ganze Vielfalt des australischen Outbacks: endlose Highways, rote Wüstenlandschaften, spektakuläre Nationalparks, berühmte Naturwunder wie Uluru und Kings Canyon sowie tropische Wasserfälle im Norden.
Als ideale Reisezeit gelten die australischen Winter- und Übergangsmonate von Mai bis September. In diesem Zeitraum sind die Temperaturen im Outback deutlich angenehmer, lange Fahrstrecken besser planbar und viele Nationalparks gut zugänglich. In den Sommermonaten kann es insbesondere im Red Centre und im Norden sehr heiß und teils auch regenreich werden, was einzelne Abschnitte einschränken kann.
Der Explorers Way führt durch teils sehr abgelegene Regionen Australiens. Besonders im Outback sollten Tankstopps, Wasserreserven und Verpflegung sorgfältig geplant werden, da Versorgungsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Orten begrenzt sind.
Für die Strecke sollten idealerweise etwa 17 bis 21 Tage eingeplant werden, damit neben den längeren Fahrten auch genügend Zeit für Wanderungen, Nationalparks und besondere Outbackerlebnisse bleibt. Die Route entlang des historischen Stuart Highway verbindet Abenteuer und Freiheit mit einigen der bekanntesten Highlights Australiens und eignet sich perfekt für alle, die Australien abseits der Küsten intensiv entdecken möchten.
Hier findet ihr eine Google-Karte der Route mit allen Etappen. Weiter unten findet ihr die einzelnen Etappen genauer beschrieben zum ein- und ausklappen. Hier in der Karte könnt ihr mehr über die einzelnen Etappen erfahren, indem ihr links oben in der Ecke auf das kleine Symbol klickt. Dann öffnet sich ein Menü, in welchem ihr ganz einfach die Highlights der einzelnen Etappen ein- und wieder ausblenden könnt. Klickt einfach auf das jeweilige Icon, um mehr über ein bestimmtes Highlight zu erfahren. Um eine größere Karte zu erhalten, klickt ihr oben rechts auf das Symbol. Alle Highlights, welche wir in der Karte in Rot markiert haben, liegen direkt auf unserer Hauptroute. Dies sind gleichbedeutend unsere Empfehlungen. Alle Highlights in Orange sind zusätzliche Highlights, für welche ihr aber auch immer etwas mehr Zeit einplanen müsst, da sie weiter von der Route abweichen.
Explorers Way - Mit dem Camper von Adelaide bis Darwin
Überblick
Explorers Way - Mit dem Camper von Adelaide bis Darwin
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Routenkarte
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Etappen & Stopps
1. Adelaide → Flinders RangesCamper450 km5 h

Die erste Etappe des Explorers Way führt von Adelaide in die Flinders Ranges im Norden von South Australia. Je nach Route und Abstechern umfasst die Strecke rund 450 bis 500 Kilometer. Mit dem Camper empfiehlt sich dafür ein Zeitraum von zwei bis drei Tagen, damit unterwegs genügend Zeit für kleinere Orte, Landschaften und Sehenswürdigkeiten bleibt.
Nach dem Start in Adelaide verläuft die Route zunächst durch grüne Hügellandschaften, Farmland und bekannte Weinregionen. Einer der beliebtesten Zwischenstopps ist das Clare Valley, das zu den ältesten Weinanbaugebieten Australiens zählt. Neben zahlreichen Weingütern bietet die Region kleine Cafés, lokale Märkte und den bekannten Riesling Trail, der sich entlang ehemaliger Bahnstrecken durch die Weinlandschaft zieht.
Weiter nördlich verändert sich die Umgebung zunehmend. Die Vegetation wird trockener, die Straßen weiter und die ersten Bergketten der Flinders Ranges tauchen am Horizont auf. Unterwegs bieten sich immer wieder Aussichtspunkte, kleine Orte und Fotostopps entlang des Highways an. Besonders mit dem Camper lässt sich die Strecke flexibel gestalten, da es entlang der Route mehrere Caravan Parks, Campgrounds und Rest Areas gibt.
Die Fahrt in Richtung Flinders Ranges gehört zu den abwechslungsreichsten Einstiegen in das australische Outback. Innerhalb weniger Stunden wechseln sich Weinregionen, weite Ebenen und felsige Gebirgslandschaften ab und geben einen ersten Eindruck der Landschaften, die entlang des Explorers Way weiter nördlich folgen.
Flinders Ranges(Adelaide)
Der Ikara-Flinders Ranges National Park zählt zu den bekanntesten Naturregionen in South Australia und gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten entlang des Explorers Way. Die Berglandschaften der Flinders Ranges entstanden über hunderte Millionen Jahre und prägen die Region mit roten Felsen, zerklüfteten Schluchten, trockenen Flussbetten und weiten Aussichtspunkten. Gleichzeitig ist das Gebiet kulturell bedeutend und eng mit den traditionellen Besitzern der Region, den Adnyamathanha People, verbunden. Der Name „Ikara“ bedeutet in ihrer Sprache „Treffpunkt“ und beschreibt die Form von Wilpena Pound.
Wilpena Pound bildet das Zentrum des Nationalparks und ist eine riesige natürliche Senke, die von einer ringförmigen Bergkette umgeben ist. Viele Wanderungen und Touren starten direkt von hier. Besonders beliebt ist der Hills Homestead Walk, eine leichte Wanderung durch Buschlandschaften bis zu einer historischen Siedlung. Deutlich anspruchsvoller ist der Weg zum Wangara Lookout, der einen Panoramablick über Wilpena Pound bietet. Wer eine längere Tagestour plant, kann den St Mary Peak beziehungsweise Ngarri Mudlanha besteigen mit rund 1.170 Metern der höchste Punkt der Flinders Ranges.
Auch abseits der Wanderwege gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Region zu erkunden. Scenic Flights zeigen die gewaltigen Dimensionen von Wilpena Pound aus der Luft, während Allradstrecken und geführte Touren tiefer in die abgelegenen Teile der Flinders Ranges führen. Besonders bekannt ist die Brachina Gorge, eine spektakuläre Schlucht mit markanten Gesteinsschichten und guten Chancen, Yellow-Footed Rock Wallabies, Emus oder Kängurus zu beobachten.
Für Camper gibt es in und rund um den Nationalpark verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten: Von einfachen Bush Camps mitten in der Natur bis hin zu Caravan Parks mit Stromanschluss und Einrichtungen in der Nähe von Wilpena Pound. Dadurch eignet sich die Region ideal für mehrere Nächte, bevor die Route weiter in Richtung australisches Outback führt.
2. Flinders Ranges → Coober PedyCamper691 km7 h 30 min

Die Strecke von den Flinders Ranges nach Coober Pedy führt über den Stuart Highway weiter Richtung Norden und umfasst je nach Route rund 550 bis 650 Kilometer. Mit dem Camper wird diese Etappe meist in ein bis zwei Tagen gefahren. Der Abschnitt ist geprägt von langen, geraden Straßen, sehr geringer Besiedlung und einem zunehmenden Übergang in trockene Wüstenlandschaften.
Direkt am Übergang aus den Flinders Ranges bietet sich Port Augusta als erster größerer Stopp an. Das Wadlata Outback Centre mit dem „Tunnel of Time“ eignet sich als kompakte Einführung in Geologie, Geschichte und Besiedlung des australischen Outbacks und gibt einen guten Kontext für die kommenden Streckenabschnitte.
Weiter nordwestlich liegt Woomera, ein außergewöhnlicher Ort mit einer besonderen Vergangenheit. Während des Kalten Krieges war die Region eines der wichtigsten Testgelände für Raketen und Militärtechnik in Australien. Heute erinnern das Open-Air-Museum und der Rocket Park mit historischen Raketen und Flugzeugen direkt im Ortskern an diese Zeit.
Ein klassischer Zwischenstopp entlang des Stuart Highway ist Glendambo. Der kleine Ort dient als Tank- und Versorgungsstation und bietet einfache Verpflegung sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Typisch sind hier die Warnschilder vor freilaufenden Kamelen, Emus und Kängurus, die regelmäßig die Straße kreuzen.
Ein landschaftlicher Höhepunkt dieser Etappe sind die großen Salzseen entlang des Highways, insbesondere der Lake Hart. Die schneeweiße Salzkruste liegt direkt neben der Straße und kann zu Fuß erreicht werden. Die Kombination aus weißer Oberfläche, roter Erde und weitem Himmel zählt zu den markantesten Landschaftsbildern entlang dieser Route.
Je weiter die Fahrt nach Norden führt, desto spärlicher wird die Vegetation, bis schließlich Coober Pedy erreicht wird – eine der ungewöhnlichsten Städte im australischen Outback.
Coober Pedy
Coober Pedy liegt im Norden von South Australia und gilt als Zentrum des weltweiten Opalabbaus. Die Stadt ist bekannt für ihre besondere Bauweise: Ein großer Teil der Gebäude liegt unter der Erde, um die extremen Temperaturen der Region zu umgehen, die im Sommer regelmäßig deutlich über 40 Grad steigen.
Das Stadtbild wird geprägt von Minenhalden, offenen Gruben und einer ungewöhnlichen Mischung aus Wohnhäusern, Kirchen, Hotels und Geschäften, die teilweise in ehemalige Minenschächte gebaut wurden. Besucher können verschiedene „Underground“-Unterkünfte besichtigen und so einen direkten Eindruck dieser Bauweise bekommen.
Ein wichtiges Ausflugsziel in der Umgebung sind die „Breakaways“, eine farblich stark kontrastierende Hügellandschaft nördlich der Stadt. Besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang entstehen hier markante Farbverläufe, die die Region zu einem der bekanntesten Fotospots im Outback machen.
Coober Pedy ist außerdem Ausgangspunkt für Einblicke in den aktiven Opalabbau. Mehrere Museen und Minen bieten geführte Touren an, bei denen die Geschichte und die Arbeitsweise des Edelsteinabbaus erklärt werden. Gleichzeitig dient die Stadt als wichtiger Versorgungsstopp entlang des Stuart Highway und markiert einen zentralen Punkt auf dem Weg in das Red Centre Richtung Uluru.
3. Coober Pedy → Uluru & Kata TjutaCamper760 km8 h

Die Strecke von Coober Pedy bis Uluru und Kata Tjuta gehört zu den bekanntesten Abschnitten des Explorers Way und führt tief hinein in das australische Red Centre. Je nach gewählter Route umfasst die Etappe rund 750 bis 800 Kilometer und wird mit dem Camper meist in zwei bis vier Tagen gefahren. Die Landschaft verändert sich dabei deutlich: Aus den trockenen Ebenen rund um Coober Pedy werden weite rote Wüstenlandschaften mit niedriger Vegetation, markanten Tafelbergen und endlosen Straßen.
Kurz hinter Coober Pedy wird die Grenze zwischen South Australia und dem Northern Territory erreicht. Direkt an der Grenze liegt Kulgera Roadhouse, die südlichste Roadhouse-Station des Northern Territory und ein beliebter Zwischenstopp für Reisende auf dem Stuart Highway. Hier bietet sich die Möglichkeit zum Tanken, Einkaufen oder für eine Übernachtung entlang der Strecke.
Weiter nördlich liegt Erldunda, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Red Centre. Hier zweigt der Lasseter Highway Richtung Uluru ab. Der Ort dient Reisenden als letzter größerer Tank- und Versorgungsstopp vor dem Uluru-Kata Tjuta National Park.
Die Fahrt entlang des Lasseter Highway zählt zu den eindrucksvollsten Straßenabschnitten im Zentrum Australiens. Mit zunehmender Nähe zum Nationalpark verändert sich die Landschaft erneut und die markanten Felsformationen des Red Centre werden sichtbar. Besonders die ersten Ausblicke auf Uluru aus der Ferne gehören zu den schönsten Momenten entlang dieser Route.
Uluru & Kata Tjuta
Uluru und Kata Tjuta zählen zu den bedeutendsten Natur- und Kulturstätten Australiens und gehören zum UNESCO-Welterbe. Beide Formationen liegen im Uluru-Kata Tjuta National Park im südlichen Northern Territory und sind von großer spiritueller Bedeutung für die Anangu, die traditionellen Besitzer des Landes.
Uluru erhebt sich rund 350 Meter über die umliegende Ebene und verändert je nach Tageszeit und Lichtstimmung seine Farbe von dunklem Rot bis hin zu intensivem Orange. Besonders beliebt sind Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangsplätze rund um den Monolithen. Eine der bekanntesten Aktivitäten ist der rund zehn Kilometer lange Base Walk, der einmal komplett um Uluru führt und verschiedene Wasserlöcher, Felsformationen und kulturell bedeutende Orte verbindet.
Etwa 40 Kilometer westlich von Uluru liegen die Kata Tjuta, auch bekannt als „The Olgas“. Die Gruppe aus insgesamt 36 gewaltigen Felsdomen bietet einige der spektakulärsten Wanderungen im Red Centre. Besonders bekannt ist der Valley of the Winds Walk, der durch enge Täler und zwischen den riesigen Felsformationen verläuft. Auch der kürzere Walpa Gorge Walk gehört zu den beliebtesten Touren im Nationalpark.
Neben Wanderungen gehören Scenic Flights, geführte Touren und spezielle Aussichtspunkte für Sonnenauf- und -untergänge zu den Highlights der Region. Rund um Yulara, dem touristischen Zentrum nahe des Nationalparks, befinden sich außerdem Campingplätze, Caravan Parks und verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten für Camperreisende entlang des Explorers Way.
4. Uluru → Kings Canyon → Alice SpringsCamper650 km8 h

Die Strecke von Uluru über Kings Canyon bis Alice Springs führt durch das Herz des australischen Red Centre und verbindet einige der bekanntesten Landschaften des Northern Territory. Je nach Zwischenstopps umfasst die Strecke rund 650 Kilometer. Mit dem Camper empfiehlt sich dafür ein Zeitraum von mindestens zwei bis vier Tagen, damit genügend Zeit für Wanderungen, Aussichtspunkte und Nationalparks bleibt.
Von Yulara aus geht es zunächst zurück zum Lasseter Highway und anschließend über den Luritja Road Richtung Kings Canyon im Watarrka National Park. Bereits unterwegs verändert sich die Landschaft deutlich: rote Sandflächen wechseln sich mit niedriger Buschvegetation, trockenen Flussbetten und markanten Felsformationen ab.
Ein beliebter Zwischenstopp entlang der Strecke ist die Kings Creek Station. Die ehemalige Rinderfarm bietet heute Campingmöglichkeiten, einfache Unterkünfte, ein Café sowie geführte Touren und gilt als praktischer Halt vor dem Kings Canyon.
Alice Springs gilt als Zentrum des australischen Outbacks und ist einer der wichtigsten Orte entlang des Explorers Way. Die Stadt dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Natur- und Kulturerlebnisse im Red Centre. Besonders beliebt sind Ausflüge in die West MacDonnell Ranges westlich der Stadt. Dort liegen bekannte Naturhighlights wie Simpsons Gap, Standley Chasm, Ellery Creek Big Hole und Ormiston Gorge: Regionen mit roten Felsformationen, Wasserlöchern und Wanderwegen durch Schluchten und Gebirgslandschaften.
Auch innerhalb von Alice Springs gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten. Dazu gehören die historische Telegraph Station, die Royal Flying Doctor Service Base, die bekannte School of the Air sowie mehrere Galerien mit Aboriginal Art aus Zentralaustralien. Gleichzeitig ist Alice Springs ein wichtiger Versorgungsort entlang der Route mit Supermärkten, Tankstellen, Werkstätten und Caravan Parks.
Kings Canyon
Der Kings Canyon liegt im Watarrka National Park im südwestlichen Northern Territory und gehört zu den eindrucksvollsten Naturhighlights im australischen Red Centre. Die gewaltigen Sandsteinwände ragen stellenweise mehr als 100 Meter in die Höhe und bilden eine spektakuläre Canyonlandschaft mit steilen Felsformationen, tiefen Schluchten und weiten Ausblicken über die umliegende Wüste.
Die bekannteste Aktivität im Nationalpark ist der Kings Canyon Rim Walk. Die rund sechs Kilometer lange Wanderung führt entlang der oberen Canyonkante und zählt zu den beliebtesten Tageswanderungen im Northern Territory. Nach einem steilen ersten Anstieg verläuft der Weg über Felsplateaus und vorbei an markanten Formationen wie der „Lost City“, deren verwitterte Felsen an Ruinen erinnern. Einer der bekanntesten Abschnitte ist der „Garden of Eden“, ein geschütztes Wasserloch mit dichter Vegetation mitten im trockenen Red Centre.
Für Besucher, die eine kürzere Wanderung bevorzugen, eignet sich der Kings Creek Walk. Dieser verläuft am Boden des Canyons entlang des trockenen Flussbetts und bietet gute Ausblicke auf die hohen Sandsteinwände.
Neben Wanderungen gehören auch Helikopterflüge und geführte Touren zu den beliebtesten Aktivitäten rund um Kings Canyon. Besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang verändert das Licht die Farbe der Felsen deutlich und sorgt für intensive Rot- und Orangetöne entlang der Canyonwände.
Rund um den Nationalpark befinden sich verschiedene Campingmöglichkeiten und Unterkünfte, darunter die Kings Canyon Resort Area sowie die Kings Creek Station. Aufgrund der abgelegenen Lage ist Kings Canyon ein idealer Zwischenstopp auf der Route zwischen Uluru und Alice Springs.
5. Alice Springs → Devils Marbles → Tennant CreekCamper508 km5 h 30 min

Die Strecke von Alice Springs bis Tennant Creek führt weiter entlang des Stuart Highway durch das zentrale Northern Territory und umfasst rund 500 Kilometer. Charakteristisch sind lange, gerade Straßen, weite Outbacklandschaften und kleine Orte, die als wichtige Versorgungsstopps entlang der Route dienen.
Die Gebirgszüge des Red Centre gehen langsam in offene Ebenen mit niedriger Vegetation, roter Erde und einzelnen Felsformationen über. Unterwegs bieten sich mehrere Stopps entlang des Stuart Highway an.
Ein bekannter Zwischenhalt ist Aileron, das vor allem durch die riesigen Aboriginal Skulpturen direkt am Highway bekannt ist. Die Figuren zählen zu den meistfotografierten Motiven entlang dieser Strecke. Weiter nördlich liegt Ti Tree, ein kleiner Ort mit Roadhouse, Tankstelle und einfachen Einkaufsmöglichkeiten, ideal für eine kurze Pause oder zum Auftanken.
Auch Barrow Creek gehört zu einem lohnenswerten Stopp entlang des Stuart Highway. Der kleine Ort besitzt eine historische Telegraph Station aus dem 19. Jahrhundert und vermittelt einen Eindruck der frühen Infrastruktur im australischen Inland.
Kurz vor Tennant Creek liegt mit den Devils Marbles eines der bekanntesten Naturhighlights entlang dieser Route. Die Region eignet sich ideal für einen längeren Zwischenstopp oder eine Übernachtung, bevor die Fahrt weiter Richtung Norden führt.
Tennant Creek selbst ist einer der wichtigsten Orte im Northern Territory zwischen Alice Springs und Katherine. Die Stadt dient als zentraler Versorgungsort entlang des Explorers Way und bietet Tankstellen, Supermärkte, Werkstätten sowie Caravan Parks. Gleichzeitig ist Tennant Creek Ausgangspunkt für weitere Sehenswürdigkeiten der Barkly Region.
Devil's Marble
Die Devils Marbles, von den traditionellen Eigentümern der Region Karlu Karlu genannt, sind spektakuläre Naturformationen im Northern Territory. Das geschützte Gebiet liegt südlich von Tennant Creek direkt am Stuart Highway und besteht aus hunderten riesigen Granitfelsen, die scheinbar zufällig über die Landschaft verteilt sind.
Viele der Felsen wirken, als würden sie aufeinander balancieren oder mitten in der Ebene schweben. Entstanden sind die Formationen über Millionen von Jahren durch Verwitterung und Temperaturschwankungen. Die runden Granitblöcke erreichen teilweise mehrere Meter Höhe und verändern je nach Lichtstimmung ihre Farbe von dunklem Rot bis zu intensivem Orange.
Besonders beliebt sind Spaziergänge zwischen den Felsformationen bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, wenn die tief stehende Sonne die gesamte Landschaft in warmes Licht taucht. Mehrere kurze Walking Trails und Aussichtspunkte führen direkt durch das Gebiet und ermöglichen einfache Erkundungen ohne lange Wanderungen.
Karlu Karlu besitzt außerdem eine große kulturelle Bedeutung für mehrere Aboriginal Gruppen der Region und gilt als wichtiger spiritueller Ort im Northern Territory. Informationstafeln entlang der Wege erklären die geologische und kulturelle Bedeutung der Landschaft.
Direkt neben den Devils Marbles befindet sich ein einfacher Campground. Durch die abgelegene Lage und den offenen Sternenhimmel zählt die Region zu einem lohnenswerten Übernachtungsstopp entlang des Explorers Way.
6. Tennant Creek → Katherine & Nitmiluk National ParkCamper675 km7 h

Die Strecke von Tennant Creek nach Katherine führt über rund 670 Kilometer weiter entlang des Stuart Highway durch das Northern Territory. Für diesen Abschnitt kann man gut zwei bis drei Tage einplanen.
Nördlich von Tennant Creek wird die Vegetation langsam dichter und die Landschaft verändert sich spürbar. Die trockenen Ebenen des Red Centre gehen zunehmend in tropischere Regionen über. Entlang der Strecke liegen mehrere kleine Orte und Roadhouses, die sich ideal für Pausen, Tankstopps oder Übernachtungen eignen.
Ein bekannter Zwischenstopp ist Daly Waters, einer der legendärsten Outbackorte Australiens. Besonders berühmt ist der Daly Waters Historic Pub, dessen Wände und Decken seit Jahrzehnten mit Erinnerungsstücken, Nummernschildern und Reisemitbringseln dekoriert werden. Der Ort eignet sich hervorragend für eine Übernachtung entlang der Route.
Weiter nördlich liegt Mataranka, bekannt für seine natürlichen Thermalquellen. Besonders beliebt sind die Bitter Springs und die Mataranka Thermal Pool Area mit warmem, kristallklarem Wasser und tropischer Vegetation. Die Region eignet sich ideal für eine Pause oder einen entspannten Zwischenstopp vor Katherine.
Katherine selbst dient als Ausgangspunkt für den Nitmiluk National Park. Neben Supermärkten, Tankstellen und Caravan Parks bietet die Stadt auch Zugang zu zahlreichen Aktivitäten, Nationalparks und Bootstouren in der Umgebung.
Nitmiluk National Park & Katherine Gorge
Der Nitmiluk National Park liegt östlich von Katherine und gehört zu den schönsten Naturregionen im Northern Territory. Herzstück des Parks ist die Katherine Gorge, ein weit verzweigtes Schluchtensystem mit steilen Sandsteinwänden, das sich über mehrere Kilometer durch die Landschaft zieht. Besonders während der Trockenzeit zählt die Region zu den beliebtesten Zielen entlang des Explorers Way.
Eine der bekanntesten Möglichkeiten, den Nationalpark zu erkunden, sind Bootstouren durch die Katherine Gorge. Alternativ können Besucher Kajaks oder Kanus mieten und die Schluchten eigenständig befahren. Vom Wasser aus bieten sich einige Fotospots des Parks mit hohen Felswänden, ruhigen Wasserflächen und tropischer Vegetation entlang der Ufer.
Auch Wanderungen spielen im Nitmiluk National Park eine große Rolle. Besonders beliebt ist der Baruwei Loop Walk: Ein kurzer Rundweg mit Aussichtspunkt über die Katherine Gorge, der sich besonders gut zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang eignet. Für längere Touren bietet sich der Windolf Walk an, der mehrere Aussichtspunkte entlang der Schluchten verbindet. Anspruchsvoller ist der mehrtägige Jatbula Trail, ein Fernwanderweg, der durch abgelegene Landschaften, Wasserlöcher und tropische Abschnitte führt.
Neben den Schluchten bietet der Nationalpark zahlreiche weitere Naturhighlights wie Wasserfälle, Felsplateaus und Badestellen. Besonders während der Trockenzeit entstehen entlang der Wanderwege und Aussichtspunkte spektakuläre Lichtstimmungen auf den roten Sandsteinfelsen.
Direkt am Parkeingang befinden sich Campingplätze, Caravan Parks sowie das Nitmiluk Visitor Centre mit Informationen zu Wanderungen, Touren und kulturellen Angeboten der Jawoyn People, den traditionellen Besitzern der Region.
7. Katherine → Litchfield Nationalpark → DarwinCamper400 km4 h 20 min

Die letzte Etappe des Explorers Way führt von Katherine weiter Richtung Norden bis nach Darwin und verbindet tropische Landschaften, Nationalparks und Wasserfälle. Je nach Route und Stopps umfasst die Strecke rund 350 - 450 Kilometer. Für diesen Abschnitt empfehlen sich mindestens zwei bis vier Tage, besonders wenn ausreichend Zeit für den Litchfield National Park eingeplant wird.
Die trockenen Regionen des Red Centre liegen hinter einem und die Vegetation wird dichter und tropischer. Entlang des Stuart Highway wechseln sich Eukalyptuswälder, Termitenhügel und grüne Landschaften ab.
Ein beliebter Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Darwin ist Pine Creek, eine kleine ehemalige Goldgräberstadt mit historischen Gebäuden, alten Minenanlagen und kurzen Spazierwegen rund um die ehemaligen Goldminen. Auch Adelaide River gehört zu den bekannten Orten entlang der Strecke und ist unter anderem für den Adelaide River War Cemetery bekannt.
Kurz vor Darwin zweigt die Route in den Litchfield National Park ab, eines der beliebtesten Naturziele im Northern Territory und ein idealer Abschluss des Explorers Way. Nach den Nationalparks und Landschaften entlang der Strecke endet die Route schließlich in Darwin an der Nordküste Australiens. Die Hauptstadt des Northern Territory bietet Märkte, Restaurants, Waterfronts, tropisches Klima und eignet sich perfekt für einige entspannte Tage nach dem Roadtrip.
Litchfield National Park
Der Litchfield National Park liegt südwestlich von Darwin und gehört zu den bekanntesten Nationalparks im Norden Australiens. Im Gegensatz zu den trockenen Landschaften des Red Centre prägen hier tropische Wälder, Wasserfälle, natürliche Pools und Monsunvegetation die Region.
Besonders bekannt ist der Park für seine zahlreichen Badestellen und Wasserfälle. Zu den beliebtesten Orten zählen die Florence Falls mit ihren Doppelwasserfällen und dem natürlichen Pool am Fuß der Felsen. Ebenfalls sehr beliebt sind die Buley Rockholes, eine Reihe natürlicher Wasserbecken und kleiner Kaskaden, die sich hervorragend zum Baden eignen.
Ein weiterer Höhepunkt des Nationalparks sind die Wangi Falls. Die großen Wasserfälle gehören zu den meistfotografierten Orten im Litchfield National Park und können über kurze Wanderwege und Aussichtspunkte erkundet werden. Rund um die Wasserfälle verlaufen mehrere Walking Trails durch tropische Vegetation und Monsunwald.
Neben Wasserfällen ist der Park auch für seine riesigen Termitenhügel bekannt. Die mehrere Meter hohen Termitenbauten gehören zu den ungewöhnlichsten Naturphänomenen im Northern Territory und lassen sich direkt an speziell angelegten Aussichtspunkten beobachten.
Der Litchfield National Park eignet sich ideal für Camperreisen, da viele Sehenswürdigkeiten direkt über asphaltierte Straßen erreichbar sind. Innerhalb des Parks gibt es verschiedene Campgrounds und Picknickbereiche, wodurch sich der Nationalpark hervorragend für ein bis zwei Übernachtungen auf dem Weg nach Darwin eignet.