
Reisebericht: Tasmanien in zehn Tagen Teil 2/3
Im zweiten Teil unseres Reiseberichtes geht es endlich auf die Strasse. Wir holen unser Wohnmobil ab und beginnen unsere Reise im Naturparadies Tasmanien. 10 Tage - 2000km Strecke!

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- Tag 1: Hobart - Rosny Park - Richmond
- Tag 2: Tasman Peninsula - Port Arthur Ghost Tour – Fortescue Bay
- Tag 3: Freycinet National Park – River & Rocks
- Tag 4: Wineglass Bay – Jeanneret Beach Campsite
- Tag 5: Bay of Fires – The Gardens – Bridestowe Lavender Estate – Launceston
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- Lust auf Tasmanien bekommen?
Tag 1: Hobart - Rosny Park - Richmond
Unsere Reisezeit: 20.03.–30.03.2019. Geplant sind, in knapp zehn Tagen rund 2000 km mit dem Camper zurückzulegen. Alle Preise wurden auf den Stand von 2026 aktualisiert.
Nachdem einem kurzen Flug vom Fetsland geht es von Hobart direkt zum Depot von Cruisin Tasmania.
Da es – wie bei den meisten australischen Vermietern üblich – keinen Shuttle-Service zu den Depots gibt, nehmen wir ein Taxi; alternativ ist auch Uber möglich.
Wir klären alles Schriftliche und bekommen eine Einweisung in das Fahrzeug. Danach fahren wir zunächst in den Stadtteil Rosny Park, um den ersten Großeinkauf bei Coles zu machen. Ein Woolworths befindet sich direkt daneben. Es ist empfehlenswert, in Hobart so viel wie möglich einzukaufen, da es entlang der Strecke meist nur kleinere IGA-Shops gibt, die deutlich teurer sind und zudem eine eingeschränktere Auswahl haben. Die nächste größere Stadt ist erst wieder Launceston.
Mit leckeren, frischen Sushirollen als Snack bewaffnet genießen wir die langsam untergehende Sonne am Rosny Hill Lookout. Neben uns sitzen ein paar Einheimische, die nach Feierabend ihren Abendssnack im Auto genießen. Von hier aus hat man einen fantastischen Blick auf den Derwent River, die Tasman Bridge, den Royal Tasmanian Botanical Gardens und im Hintergrund den Mount Wellington.
Am frühen Abend machen wir uns noch auf den Weg ins etwa 30 Minuten entfernte Richmond zum Richmond Cabin & Tourist Park, wo wir unsere erste Nacht in Tasmanien verbringen – für 45 AUD für zwei Personen ohne Stromanschluss.
Tag 2: Tasman Peninsula - Port Arthur Ghost Tour – Fortescue Bay
Am nächsten Morgen erkunden wir zunächst das historische Richmond, eine der ersten Siedlungen Tasmaniens. Viele Gebäude stammen noch aus dem 19. Jahrhundert und stehen unter Denkmalschutz, darunter auch das bekannte Richmond Gaol. Besonders beeindruckend ist die Richmond Bridge, die zwischen 1823 und 1825 von Sträflingen erbaut wurde und bis heute als älteste noch genutzte steinerne Großbrücke Australiens gilt.
Anschließend fahren wir weiter Richtung Tasman Peninsula. Kurz vor Eaglehawk Neck lohnt sich ein Stopp am Tessellated Pavement, einem geologischen Wunder, dessen felsiger Untergrund bei Ebbe wie ein gefliester Mosaikboden wirkt. In direkter Nähe befinden sich weitere Naturhighlights wie das Tasman Blowhole, die Tasman Arch – eine hohe, bewachsene Felsbrücke – sowie Devils Kitchen, eine gewaltige Schlucht an der Küste.
Danach besuchen wir das Tasmanian Devil Unzoo. Der Eintritt kostet 60AUD pro Person, wobei ein Teil der Einnahmen in Schutzprojekte für den Tasmanischen Teufel fließt. Das „Unzoo“-Konzept setzt auf möglichst natürliche Lebensräume statt klassischer Käfige. Besonders spannend sind die regelmäßigen Fütterungen der durch eine Tumorerkrankung bedrohten Tasmanischen Teufel. Außerdem kann man hier weitere heimische Tiere wie Tüpfelbeutelmarder, Wallabys und Pademelons beobachten.
Vor dem Abend machen wir noch einen kurzen Abstecher zur Remarkable Cave im Süden der Halbinsel, bevor wir die bekannteste Sehenswürdigkeit Tasmaniens erreichen: Port Arthur Historic Site. Die ehemalige Gefängnisstadt gehört seit 2010 zum UNESCO-Welterbe und war zwischen 1830 und 1877 die größte Sträflingskolonie Australiens. Die Anlage kann individuell oder im Rahmen einer Führung besichtigt werden (ab 50AUD pro Person, Ticket zwei Tage gültig). Für den Besuch sollte man mindestens einen halben Tag einplanen.
Wir entscheiden uns zusätzlich für die berühmte Historic Ghost Tour am Abend (27 AUD pro Person). Während der 90-minütigen Führung geht es mit wenigen Laternen durch die dunklen, alten Gebäude und über das weitläufige Gelände, begleitet von gruseligen Geschichten aus der Vergangenheit der Anlage.
Die Nacht verbringen wir anschließend auf dem etwa 30 Minuten entfernten Fortescue Bay Camping Ground für 13 AUD für zwei Personen. Da der Platz sehr beliebt ist und nicht reserviert werden kann, sichern wir uns bereits am Nachmittag einen Stellplatz mit Tisch und Stühlen.
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Tag 3: Freycinet National Park – River & Rocks
Der Fortescue Bay Camping Ground liegt wunderschön in einer kleinen Bucht und lädt zum Verweilen ein. Beim Frühstück bekommen wir sogar Besuch von einem neugierigen Wallaby, das eine Zeit lang um unseren Tisch hoppelt. Da wir noch mehr von der Tasman Peninsula sehen möchten, fahren wir über Nubeena weiter Richtung Freycinet National Park. Die Landschaft unterwegs ist unglaublich abwechslungsreich, die Straßen oft kurvig, aber wunderschön zu fahren.
Für einen zunächst kleinen, am Ende doch recht großen Mittagssnack stoppen wir am Blowhole Car Park. Am Doo-Lishus Food Caravan gibt es hervorragende Fish & Chips, frische Meeresfrüchte wie Austern, Muscheln und Tintenfischringe sowie hausgemachtes Beereneis und Smoothies.
Unterwegs passieren wir Triabunna. Von hier fährt die Fähre nach Maria Island National Park, einem autofreien Insel-Nationalpark mit unberührter Natur, seltenen Tierarten, traumhaften Stränden und Sehenswürdigkeiten wie den Painted Cliffs. Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten und kostet ab 67AUD hin und zurück plus Nationalparkpass. Wegen unserer begrenzten Zeit müssen wir die Insel allerdings schweren Herzens auslassen.
Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich die Freycinet Peninsula. Beliebte Stellplätze wie der Campingplatz am Visitor Centre, Friendly Beaches Campground und Honeymoon Bay Campground sind bei unserer späten Ankunft bereits voll. Zum Glück finden wir noch einen Platz auf dem kostenlosen Rocks and River Campground. Der einfache Platz reicht mit unserem Camper völlig aus, und am Strand beobachten wir kleine Krabben, die sich blitzschnell im Sand eingraben – ein schöner Abschluss für einen weiteren Fahrtag.
Tag 4: Wineglass Bay – Jeanneret Beach Campsite
Direkt am Morgen fahren wir zum Wineglass Bay Car Park, um die berühmte Wineglass Bay zu erkunden – für viele einer der schönsten Strände der Welt. Der fast perfekte Halbmond aus weißem Sand und türkisfarbenem Wasser wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und zählt völlig zurecht zu den schönsten Stränden weltweit. Vom Parkplatz führt eine relativ leichte Wanderung in etwa 30 Minuten zum Wineglass Bay Lookout. Von dort geht es weitere 45 Minuten über zahlreiche Treppen hinunter zur Bucht. Der Rückweg bergauf ist allerdings recht anstrengend und für Familien mit kleineren Kindern nur bedingt geeignet.
Für den Freycinet National Park sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen, besser noch zwei. Neben längeren Wanderungen über die Halbinsel gibt es auch den anspruchsvollen Aufstieg auf den Mount Amos, von dem man einen spektakulären Blick über die gesamte Halbinsel und die Wineglass Bay hat. Der Track führt teilweise über sehr glatte Felsen und ist besonders nach Regen nur für fitte Wanderer geeignet.
Da es an diesem Tag recht warm ist, fahren wir nach der Wanderung zur Friendly Beaches Campground, um uns im Meer abzukühlen. Der lange Strand mit seinen kräftigen Wellen eignet sich perfekt dafür. Auch als Übernachtungsplatz ist Friendly Beaches traumhaft – kleine, durch Büsche getrennte Stellbuchten liegen direkt am Meer. Anschließend fahren wir noch etwa 110 km weiter zur Jeanneret Beach Campsite an der Bay of Fires. Da es dort nur wenige Stellplätze gibt, sollte man möglichst früh ankommen. In St Helens, etwa 15 Minuten entfernt, gibt es an der Waterfront heiße Duschen für ca. 2 AUD pro drei Minuten.
Mit etwas mehr Zeit lohnt sich außerdem ein Stopp in Bicheno. Der Ort ist bekannt für seine kleine Pinguinkolonie auf Diamond Island, wo man in der Dämmerung zahlreiche Pinguine an Land watscheln sehen kann.
Fragen? Melde dich unverbindlich bei unserem Australien Team!
Tag 5: Bay of Fires – The Gardens – Bridestowe Lavender Estate – Launceston
Der Morgen beginnt mit einem wunderschönen Sonnenaufgang und einem Müslifrühstück am Strand der Bay of Fires. Während wir den kräftigen Wellen zusehen, entdecken wir die ersten leuchtend orangefarbenen Felsen, für die die Region berühmt ist. Ihren Namen verdankt die Bay of Fires allerdings nicht den Farben der Felsen, sondern den Feuern der Aborigines, die einst von Seefahrern entlang der Küste gesehen wurden. Die Gegend wirkt fast magisch: kristallklares Wasser, einsame Buchten, orangefarbene Granitfelsen und eine unglaubliche Ruhe. Besonders rund um The Gardens verbringen wir viel Zeit – ein Ort, der mit seinen friedlichen Buchten, vereinzelten Häusern und sogar Kühen am Strand sofort begeistert.
Weiter geht es vorbei an Derby, das sich zu einem weltbekannten Mountainbike-Ort mit zahlreichen Trails entwickelt hat. Anschließend machen wir einen Stopp bei der Bridestowe Lavender Estate, bekannt für ihr Lavendeleis und riesige Lavendelfelder. Die beste Reisezeit zur Lavendelblüte ist Dezember bis Januar, weshalb wir nur die bereits abgeernteten Felder sehen. Alternativ könnte man mit mehr Zeit auch einen Abstecher in den Ben Lomond National Park machen, ein Hochplateau, auf dem im Winter sogar Ski gefahren wird.
Danach fahren wir weiter nach Launceston, der zweitgrößten Stadt Tasmaniens. Am Stadtrand besuchen wir die Cataract Gorge, eine beeindruckende Schlucht mit Spazierwegen, Hängebrücken, gepflegten Gartenanlagen, Felsen zum Klettern, einem Swimmingpool und sogar einem Sessellift über die Schlucht. Ein schöner Ort, an dem wir einige Stunden verbringen. Unsere letzte Station für heute ist die Quamby Corner Campground nahe Deloraine. Für 37AUD für zwei Personen ohne Strom sind Dusche und Waschmaschine bereits inklusive.
In Teil 3 erfahrt ihr, wie die letzten fünf Tage unserer Tasmanienreise verlaufen sind.
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